“Inflation 1923. Krieg, Geld, Trauma”
Dienstag, 17. Februar 2026 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Dr. Frank Berger, Frankfurt

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“Herrschaftspropaganda in der frühen Neuzeit. Die Medaillen der Welfen”
Dienstag, 17. März 2026 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Leschhorn, TU Braunschweig

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“Die Münzgeschichte des Fürstentums Lüneburg”
Dienstag, 21. April 2026 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Dr. Joachim Schulze

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“Das Münzwesen des Bistums Erfurt im Mittelalter”
Dienstag, 19. Mai 2026 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Dr. Manfred Mehl

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“Die Münzprägung von Syrakus – zwischen Tyrannis und Demokratie”
Dienstag, 16. Juni 2026 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Frau Dr. Barbara Simon

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Archiv

Hier finden Sie unsere vergangenen Vorträge

“Jahreshauptversammlung”
Dienstag, 20. Januar 2026 – 19:00 Uhr

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Satzungsgemäß wurde die Jahreshauptversammlung durchgeführt. Nach den Berichten des Vorsitzenden und des Kassenwarts wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die Neuwahl des Vorstands ergab folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Karsten Ahlers

2. Vorsitzender: Mathias Bielenberg

Kassenwart: Dieter Lüghausen

Schriftführer: Dr. Joachim Schulze

Beisitzer: Dr. Ralf Wiechmann

“Weihnachtsfeier”
Dienstag, 16. Dezember 2025 – 19:00 Uhr

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Der Abend stand im Zeichen geselligen Beisammenseins. Die Hamburger Münzenfreunde ließen das Jahr bei guten Speisen, Wein und interessanten Gesprächen ausklingen.

“Gryp und Stral – Die Rostock-Sundische Währung 1365 – 1489”
Dienstag, 18. November 2025 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Dr. Michael Kunzel und Herrn Ascan Morlang

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Zum Jahresende 2024 hatten die Autoren Dr. Michael Kunzel und Ascan Morlang eine Studie über die rostock-sundische Münzprägung im Spätmittelalter vorgelegt, die den bisherigen Forschungsstand revidiert. In ihrem Vortrag stellten die Autoren das Buch vor und erläuterten, dass von Rostock bis Stettin vom 14. bis ins 16. Jahrhundert eine besondere Währung mit einer eigenen Recheneinheit und besonderen silbernen Zahlungsmittelen bestand. Hier galt der Witten, seit 1365 eines der Hauptnominale im hansischen Geldverkehr, nicht wie im Gebiet des „Wendischen Münzvereins“ vier Pfennige sondern sechs sundische Pfennige. Den ersten Teil des Vortrags bestritt Michael Kunzel. Er gab eine Einführung zum bisherigen Forschungsstand, zu dessen Entwicklung vom 18. bis ins 21. Jahrhundert und stellte kurz die wichtigsten Sammler und Forscher vor, zu denen neben Mecklenburgern, Pommern und Berlinern auch die Hamburger Persönlichkeiten Wilhelm Jesse, Peter Berghaus und Gerald Stefke gehörten. Der Referent erläuterte anhand von Karten das Kerngebiet der untersuchten Währung und deren Ausdehnung in angrenzende Währungsgebiete mit ihren für die Studie relevanten Münzstätten. An Beispielen wurden die ausgewerteten archivalischen Quellen vorgestellt, von den Münzrechtsurkunden (1319 bis 1389) über die Vertragsurkunden bis hin zum Verwaltungsschriftgut, den Münzherrenrechnungen, die ausschließlich von Rostock vorliegen und dem Rostocker Kämmereiregisterbuch, das ergänzende Einträge enthält. Im zweiten Vortragsteil befasste sich Ascan Morlang mit den speziellen numismatischen Quellen, mit dem Schatzfundniederschlag und den Münzen. Die Untersuchung von mehr als 31.000 Münzen aus 403 Funden (223 Schatz- und 180 Einzelfunden) hatten einerseits zu verbesserten Datierungen im Münz- und Fundkatalog und andererseits zur methodisch gesicherten genaueren Datierung von zeitlich versetzten Wiederaufnahmen älterer Wittentypen geführt, wie sie im rostock-sundischen Währungsgebiet in besonders auffälliger Weise vorkam. Anschließend stellte der Referent bisher verkannte Nominale vor, den Knappert (sundisch 4 Pfennig), den Blaffert (sundisch 3-Pfennig), aber auch den ab 1429 massenhaft geprägten sundischen Schilling (12 Pfennig), von dem es bereits in der zweiten Hälfte der 1410er Jahre eine Vorläuferprägung gab, und der in der älteren Literatur ungenau als „Großpfennig“ bezeichnet wurde. Beendet wurde der Vortrag mit der Vorstellung von ein paar besonders seltenen und numismatisch anspruchsvollen Münzen.

“Was ist Islamische Numismatik? – Positionen, Potentiale, Perspektiven”
Dienstag, 21. Oktober 2025 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Stefan Heidemann, Universität Hamburg

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Einleitend gab der Referent einen Überblick über die Entwicklung der islamischen Numismatik in Deutschland. Beginnend mit Georg Jacob Kehr und seiner bedeutenden Publikation des Fundes islamischer Münzen von Stegen (1722) spannte er den Bogen über Heinrich Nützels dynastisch orientierten Katalog der orientalischen Münzen der Berliner Museen und Johann Gustav Stickels geographisch orientierte Einteilung in seiner Publikation der Jenaer Bestände hin zu den heute immer mehr an Bedeutung gewinnenden numismatischen Datenbanken. Zu erwähnen war auch die von Lutz Ilisch begründete Sylloge Numorum Arabicorum der Forschungsstelle für islamische Numismatik der Universität Tübingen. Daran anschließend arbeitete der Referent die Eigenheiten islamischer Münzen gegenüber denen des antiken Mittelmeerraumes und Asiens heraus. Während die antiken Münzen durch ihre bildlichen Darstellungen und asiatische Münzen durch ihre knappe Wertangabe dominiert sind, zeigen islamische Münzen ein gänzlich anderes Bild. Diese sind charakterisiert durch ihre Aufschrift, bis zu 150 Wörter finden auf Vorder- und Rückseite verteilt Platz. Sie geben Auskunft über die Herrschaftshierarchien, Prägeort und -datum, Religiöse Devisen bezeugen die Macht des Kalifen. Während der mongolischen Herrschaft treten auch Kombinationen von Arabisch mit anderen Schriften in Aufschriften auf. – Die anschließenden Fragen aus dem Kreis der Teilnehmer zeigte das große Interesse an diesem Thema.

“Die drei bekanntesten deutschen Münzfälscher: Seeländer – Becker – Frauendorferer”
Dienstag, 16. September 2025 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Christian Stoess

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Der Referent berichtete über das Leben und die Fälschertätigkeit der drei genannten Münzfälscher. Nicolaus Seeländer (1682-1744) ist sowohl als Medailleur, Autor, als auch als Fälscher in Erscheinung getreten. Seine von ihm gefälschten mittelalterlichen Brakteaten, fallen im Vergleich untereinander und mit Originalen durch ihre Fabrik auf. Charakteristisch sind ein flaches Erscheinungsbild in Kombination mit künstlich herbeigeführten Randausbrüchen. Die Münzbilder und Umschriften wirken schärfer als bei Originalen. Seeländer hat nicht davor zurückgeschreckt Brakteatentypen zu erfinden und diese in seinen Schriften zu publizieren.

Carl Wilhelm Becker (1772-1830) hat vornehmlich antike Münzen, aber auch mittelalterliche und neuzeitliche Prägungen gefälscht und verkauft. Als im Laufe der Zeit Zweifel an der Echtheit der von ihm angebotenen Münzen aufkamen, bot er diese ganz offen als Nachprägungen an, um sich der Anschuldigung des Fälschens zu entziehen. Ein Großteil der Prägestempel wird heute im Berliner Münzkabinett aufbewahrt.

Heinrich von Frauendorfer (1855-1921), hoher bayerischer Staatsbeamter und privat Münzsammler, hat etwa 10 Jahre vor seinem Tod mit dem Fälschen von Renaissancemedaillen begonnen. Dabei hat er nicht alleine gearbeitet, sondern auf die Hilfe von weiteren Personen für den Guss und das Ziselieren zurückgegriffen. Welche Mühen er bereit war dabei in Kauf zu nehmen zeigt, dass es ihm sogar gelang, mit einem geeigneten Verfahren die beim Guss nicht zu vermeidende Schwindung des Materials durch eine im erforderlichen Maße vergrößerte Gussform zu kompensieren. Ist Frauendorfer zunächst noch offen mit seinen Produkten als Nachbildungen umgegangen, hat er sich 1917 entschlossen diese als echt zu verkaufen und lieferte falsche Medaillen in mehrere Auktionen ein. Als Frauendorfer als Fälscher erkannt wurde, setzte er 1921 seinem Leben ein Ende, um der Strafverfolgung und der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen.

“Bürgerschätze – Das Museum August Kestner und seine Münzsammlung”
Dienstag, 17. Juni 2025 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Frau Dr. Simone Vogt, Museum August Kestner, Hannover

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“Frankfurter Turnosen”
Dienstag, 20. Mai 2025 – 19:00 Uhr

Ein Vortrag von Herrn Karl Heinz Fröhner, Messel

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Ausgehend von den französischen Vorbildern gab der Referent einen Überblich über die Frankfurter Turnosenprägung. Mit dem Beginn der städtischen Münzprägung in Frankfurt wurden Turnosgroschen zu 20 Hellern geprägt. Während sich die Münzbilder der Groschen am französischen Vorbild orientierten, nehmen die Heller die Prägungen der Stadt Hall zum Vorbild. Der Referent zeigte nicht nur die Entwicklung der Münzbilder, sondern erläuterte auch den Übergang von Stilelementen, die von den französischen Vorbildern übernommen worden waren, auf andere Nominale. So haben die Lilienornamente auf den Frankfurter Talern ihren Ursprung in den Turnosgroschen. Nachdem die Reichsmünzordnungen des 16. Jahrhunderts eine Turnosenprägung nicht mehr vorsahen, wurden diese innerstädtisch als Ratszeichen weiter verwendet, so dass die letzten Prägungen dieser Art die Jahreszahl 1710 tragen.

“Die Geschichte des Hamburger Münzkabinetts”
Dienstag, 15. April 2025

Ein Vortrag von Herrn Dr. Ralf Wiechmann

Das Sammeln von Münzen und Medaillen lässt sich in Hamburg als gelehrter Zeitvertreib einige Jahrhunderte zurückverfolgen. Das Münzkabinett in Hamburg hat seine Anfänge im 17. Jahrhundert und gehört somit zu den ältesten musealen Einrichtungen der Hansestadt. Vor über 300 Jahren war die Sammlung in der Stadtbibliothek als Teil des in der Barockzeit so beliebten Kuriositätenkabinetts untergebracht. Später kam die Münzsammlung der 1619 gegründeten Hamburger Bank hinzu und nach einer Zwischenstation in der Kunsthalle, wo die antiken Münzen und die Kunstmedaillen verblieben, gelangte das Kabinett 1919 an seinen jetzigen Platz. Die Namen großer Forscherpersönlichkeiten wie Wilhelm Jesse, Walter Hävernick, Peter Berghaus und Vera und Gert Hatz sind mit dem Hamburger Münzkabinett verknüpft. Wichtige Institutionen und Publikationen der Numismatik nahmen hier ihren Anfang. So kam es 1952 in Zusammenarbeit mit dem inzwischen gegründeten Verband der (west)deutschen Münzvereine zur Herausgabe des „Numismatischen Nachrichtenblattes“. 1947 bis 1993 erschienen zudem die inzwischen eingestellten „Hamburger Beiträge zur Numismatik“. Die Monographienreihe „Numismatischen Studien“ wird weiter in unregelmäßiger Folge herausgegeben. Walter Hävernick war der erste Vorsitzende der 1950 gegründeten Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und auch der von der Kommission betreute zentrale Fundkatalog befand sich bis 1993 in Hamburg. Innerhalb des Münzkabinetts entstand eine etwa 23.000 Bände umfassende numismatische Spezialbibliothek, die auf den Gebieten Mittelalter und Neuzeit zu den umfangreichsten ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland zählt. Die Sammlungsbestände dienen auch als Anschauungsmaterial für Universitätsveranstaltungen.

“Das Geld der Karolinger und der große Schatzfund von Pilligerheck”
Dienstag, 18. März 2025

Ein Vortrag von Herrn Stefan Wittenbrink, Beckum